Brigitte Adolph Schmuck bei Juwelier Badort

Feinste Spitze, erschaffen aus edlem Metall

Brigitte who?

Schmuckdesigner sind außerhalb einer kleinen Szene normalerweise nicht bekannt. Wir stellen die Künstlerin vor.

Brigitte Adolph absolvierte eine klassische Goldschmiedelehre und sammelte danach wertvolle Erfahrungen - unter anderem bei der Arbeit an Kronjuwelen und prächtigen Geschmeiden beim schwedischen Hofjuwelier. Später studierte sie in Dänemark, in Deutschland und in Spanien Schmuckdesign: ,,Das Studium hat mir die Freiheit gegeben, etwas Neues zu entwickeln'.

Sie entwarf ihre ganz spezielle Spitzentechnik, machte sich dann 2005 als Schmuckdesignerin in Karlsruhe selbstständig.

Längst schon ist Brigitte Adolph zur Botschafterin in Sachen ,,Spitze" geworden. Ihre besondere Technik bleibt natürlich ein Geheimnis. Ihre Inspiration jedoch offenbart sich bereitwillig dem Kenner alter Traditionen: Venezianische Spitzenmotive, Muster der Nottinghamer Spitzenkultur, zarte Bordüren, die man aus Gemälden zu kennen glaubt ..., die Designerin entführt in die Vergangenheit und bleibt dennoch immer im Herzen unserer Zeit.

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Ein Hauch von Anmut und subtiler Erotik

Interview mit der Schmuckdesignerin Brigitte Adolph

Wie wurde Spitze zu Ihrem Lieblingsthema?

Die Liebe zur Spitze habe ich währead eines Studienprojektes zum Thema "Erinnerungen" entdeckt. Für mein Zwischendiplom hatte ich textile Erinnerungsstücke meiner Familie verarbeitet. Zuerst entstanden daraus Bildkompositionen, später auch Schmuckstücke, für die ich die Spitze selbst häkelte.

Arbeiten Sie nach echten, historischen Vorlagen?

Spitze aus unterschiedlichen Kulturen inspiriert mich sehr. In Zusammenarbeit mit der Engländerin Jayne Childs haben wir zum Beispiel traditionelle Muster der Nottinghamer Spitzenkultur kombiniert und dadurch eine ganz neue, moderne Spitzenästhetik erhalten.

Das Gemälde einer Kaufmannstochter mit grosszügigem Spitzenkragen hat mich zu den opulenten Ohrringen ,,Merchants daughter" inspiriert. In Venedig habe ich auf meiner Hochzeitsreise in einem kleinen Handarbeitsladen eine handgeklöppelte Spitze entdeckt, nach der das Collier "Venezia" entstand.

Wie nah ist Ihr Design am Thema Mode?

Spitze hat eine lange Tradition als weibliche Zierde. Nach langen Jahren des Minimalismus ist sie nun nicht mehr aus den aktuellen Modekollektionen wegzudenken. Für meinen Braut-Katalog hatte ich ein gemeinsames Shooting mit dem Hamburger Brautmoden-Geschäft Elbbraut und märchenhaften Brautkleidern von Felicitas, einem renommierten Berliner Label. Wir arbeiten beide viel mit Spitze.
 
Mode und Schmuck ergänzten sich wunderbar. Vor einem Monat durfte meine Kollektion nach München für ein Shooting mit Elfenkleid, ebenfalls einem angesagten deutschen Modelabel.

Verraten Sie das Geheimnis Ihrer Technik?

... leider nein, das macht doch gerade den Reiz aus.
 

Wie sieht für Sie die perfekte Braut aus?

Perfekt ist ein ambitioniertes Wort ... Die ,,perfekte" Braut versucht nicht perfekt zu sein, sondern möchte einfach ihr schönstes "lch" zeigen. Ich stelle mir Weiblichkeit mit einem extra Touch Eleganz vor. Natürliche Schönheit verbunden mit ganz viel persönlicher Ausstrahlung. Spitze verleiht einer Braut einen Hauch von Anmut und subtiler Erotik.
 

Was alles finden Sie spitze (außer Spitze)?

Meine zwei Kinder, Menschen mit Humor, gute Hörbücher bei der Arbeit hören.
 

Vielen Dank für das Gespräch.